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Darstellung: Wegelänge und Verkehrsmittelwahl

Wegelänge und Verkehrsmittelwahl

Darstellung: Wegezwecke (DA-Bevölkerung ab 6 Jahre)

Wegezwecke (DA-Bevölkerung ab 6 Jahre)

Darstellung: Wegzwecke und Verkehrsmittelwahl

Wegzwecke und Verkehrsmittelwahl

Darstellung: Verkehrsmittelwahl

Verkehrsmittelwahl

Die Zustandsanalyse: Verkehrsverhalten der Bevölkerung

Im Jahr 2000 wurde eine Untersuchung zum Verkehrsverhalten der Darmstädter Bevölkerung ab 6 Jahren vorgelegt (Mobilitätsstudie, Büro ARGUS, Braunschweig), in der über eine Haushaltsbefragung die wesentlichen Kennwerte der Mobilität ermittelt sind. Dabei wurden nicht nur diejenigen Wege erfasst, die innerhalb von Darmstadt zurückgelegt werden (Binnenverkehr), sondern auch alle Wege nach außerhalb (Gesamtverkehr).. Die Auswertung der erhobenen Daten erfolgte geschlechtsdifferenziert, um den wichtigen Aspekt von Gender mainstreaming einzubeziehen.

Insgesamt werden von der Darmstädter Bevölkerung durchschnittlich ca 400.000 Wege pro Tag zurückgelegt, wobei im Gesamtverkehr das Auto als Verkehrsmittel üebrwiegt. Dabei greifen Männer deutlich häufiger als Frauen darauf zurück. Aber auch die nicht-motorisierten Verkehrsmittel (die eigenen Füße und das Fahrrad) sind mit zusammen fast 42% bei den Frauen und Mädchen und fast 39% bei Männern und Jungen stark vertreten. Betrachtet man nur die Wege im Binnenverkehr, sind die eigenen Füße (33%) und das Auto fast gleichwertig (32%).

Am häufigsten genutzt wird das Auto für Wege zur Arbeit und für Dienstwege, während es auf Ausbildungswegen keine Rolle spielt. Hier überwiegen der ÖPNV und die eigenen Füße. Auch im Einkaufsverkehr ist – insbesondere bei Frauen – das Zu-Fuß-Gehen die mit Abstand häufigste Form der Fortbewegung. Der Anteil des Radverkehrs ist – mit Ausnahme der Dienstwege – bezogen auf alle Wegezwecke am gleichmäßigsten verteilt, wobei Männer/ Jungen tendenziell häufiger Radfahren als Frauen/ Mädchen.

Bei Betrachtung der Zusammenhänge zwischen Wegelängen und Verkehrsmitteln im Binnenverkehr fällt auf, dass fast ein Viertel aller Autofahrten bereits nach einem Kilometer zu Ende ist und nur etwas mehr als 30% über 5 Kilometer hinausgehen. Dies ist zum einen Beleg für die Kompaktheit von Darmstadt, wo mit 2,5 Kilometer um den Luisenplatz die Kernstadt im Prinzip abgedeckt ist, es zeigt aber auch, dass das Auto vielfach auf Wegen benutzt wird, die eigentlich nicht unbedingt motorisiert zurückgelegt werden müssten: zum nächsten Bäcker oder zur Bankfiliale „um die Ecke“.

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